Google hat Gemini 4 Carbon angekündigt, ein neues KI-Modell für anspruchsvolle Programmieraufgaben und Cybersicherheit. Es folgt auf Gemini 4 Argon, das zwei Wochen zuvor vorgestellt wurde. Laut Google erreicht Carbon im aktualisierten Artificial Analysis Intelligence Index der Version 5.0 einen Wert von 59 und belegt damit den ersten Platz.
Noch diese Woche will Google Carbon einer begrenzten Gruppe von Fachleuten für Cybersicherheit zur Verfügung stellen. Anschließend soll der Zugang über das Fairwind-Programm auf weitere vertrauenswürdige Partner ausgeweitet werden. Das Unternehmen beteiligt sich außerdem am freiwilligen Verfahren der US-Regierung zur Prüfung von Modellen vor ihrer Veröffentlichung. Einen Termin für die Verfügbarkeit in Produkten für Entwickler, Unternehmen und Privatnutzer gibt es noch nicht.


In den von Google veröffentlichten Ergebnissen erreicht Carbon 88,2 Prozent im Schwachstellentest SEC-bench Pro, 54,8 Prozent im ExploitGym-Test zur Ausnutzbarkeit von Schwachstellen und 71 Prozent im CWE-bench zur Fehlerbehebung. Diese externen Tests wurden ohne die Schutzbeschränkungen des Modells durchgeführt.
Nach Angaben von Google konnte Carbon bei internen Entwicklungsaufgaben mehrere Tage lang an der Ursachenanalyse komplexer Fehler und an Korrekturen für große Codebasen arbeiten. In internen Tests stieg die Erfolgsquote bei der Erzeugung sicheren Codes gegenüber Argon auf mehr als das Doppelte. Die Zahl nicht belegter Behauptungen habe sich im Vergleich zum Vorgängermodell ungefähr halbiert.
Für den Start nennt Google Einführungspreise von 2 Dollar je Million Eingabetokens und 10 Dollar je Million Ausgabetokens. Nach der Einführungsphase sollen die Preise bei 4 beziehungsweise 20 Dollar liegen. Zwischengespeicherte Eingabetokens sollen 95 Prozent weniger kosten als gewöhnliche Eingabetokens. Wie lange die Einführungsphase dauert, hat Google nicht angegeben.





